Donnerstag, 28. März 2013

Komm, wir finden einen Schatz!

Erste Erfahrungen mit Geocaching


Im Vorfeld zum Kongress Kirche² bin ich über einen Post im Blog von Andrea Mayer-Edoloeyi auf das bislang nur in Österreich (??? Gefunden habe ich nur Beispiele aus WienLinz und Salzburg) verbreitete Projekt „Spiricaching“ gestoßen. Durch eigene Pilgererfahrungen sensibilisiert (und in Erinnerung an eine erste aber nicht weiter verfolgte Annäherung ans Geocachen vor ca. 6 Jahren) hat mich diese Idee, „Schätze“ mit religiösem Inhalt zu verstecken und zu finden, nicht mehr losgelassen. Wäre das nicht auch etwas für KIRCHE UNTERWEGS oder ein Element an einem Pilgertag?

Angeregt durch auf o.g. Kongress vorgestellte Projekte, deren Ursprung in „einer Sehnsucht bestand, über die geredet wurde“ sprach ich die eine Kollegin und den anderen Kollegen an und wurde fündig: es gab sowohl an Spiricaching/Geocaching Interessierte wie auch darin Erfahrene! Erste Absprachen konnte ich treffen.

Auch auf Twitter begann ich dieses Thema zu kommunizieren und lernte so die einschlägigen Seiten zum Thema, aber auch die Spielregeln des Geocachens kennen. Beim offiziellen Spiel sind nämlich religiöse Inhalte (= Werbung!) nicht erlaubt! Die österreichischen Spiricaches sind daher auf einer eigenen Plattform zu finden, nicht auf geocaching.com oder opencaching.de.

Nun kann eine natürlich viel übers Cachen lesen (z.B.: Bernhard Hoëcker: Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers. Seit sechs Jahren im Regal...). Viel spannender ist es allerdings, es selber auszuprobieren, bevor es möglicherweise für die eigene Arbeit weitergedacht wird! Also einen eigenen Account erstellt, Ziele in der Nähe ausgeguckt und suchen gegangen. Zunächst erfolglos, leider, was vermutlich nicht nur an zu viel Schnee lag. Ein zweiter Versuch mit Begleitung brachte dann das erste Erfolgserlebnis - und die Infektion! Das Caching-Fieber hatte mich erwischt. Was lag da näher auch im Urlaub Caches zu suchen - mit zunehmendem Erfolg.

Inzwischen entdecke ich auch die Schätzchen rund um mein Zuhause, meine „Homezone“ und: ansatzweise eine spirituelle Dimension des Cachens - auch jenseits von speziellen „Spiricaches“: „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz ...“ (Mt 13,44) Da gibt es die eigene Suche und das Vertrauen auf das selbst gefunden Werden. Da gibt es Beschreibungen des Schatzes und andere, die mitsuchen. Manchmal finde ich etwas und freue mich riesig, manchmal finde ich nichts. Manchmal hilft es, Spuren anderer zu folgen, manchmal führen sie in die Irre, weil nicht jede Spur zu anderen Suchenden gehört (oder etwas anderes gesucht wurde). Sehr oft lohnt es, den Blick nach unten zu richten und sich die Hände schmutzig zu machen. Ein paar der bislang gefundenen Schätze befanden sich auch auf Augenhöhe. Alles Erfahrungen, die als Bilder gut zu dem vom Schatz im Acker passen!

Was mir als Geocacherin noch fehlt, ist das Schatzverstecken. Obwohl: Es ist ja bald Ostern. Osternester, Ostereier, Osterhasen verstecken und sich über die glücklichen Gesichter der Finder freuen ... Versteckenspielen: sich verstecken und andere suchen, finden und gefunden werden ... Es gibt weit mehr Schätze als die beim Geocaching zu entdecken!

Dienstag, 19. Februar 2013

Mittagsgebet à la #Kirchehoch2

Gott, in der Mitte des Tages
sammeln wir unsere Gedanken.
Wir denken an dich.
Was liegt alles schon hinter uns?
Wofür sind wir dankbar?

Stille

Unsere Worte und Gedanken -
wir legen sie in deine Hand.
Wenn wir Hunger haben auf halbem Weg,
bist du da und stärkst uns.
Wir schauen auf das, was kommt:
Wie wird es heute hier zu Ende gehn?
Was nehmen wir mit?

Stille
Unsere Erfahrungen und Fragen -
wir legen sie in deine Hand.
Auf den Durststrecken mitten am Tag
bist du da und erfrischst uns.
Wir leben von dem,
was wir von dir empfangen.
Gott, wir danken dir.

Quelle: Kirche²

Montag, 18. Februar 2013

Geistliches bei #Kirchehoch2

Mit einem großen Gottesdienst beginnen und enden in der Regel große kirchliche Veranstaltungen, egal ob evangelisch, katholisch oder ökumenisch. Auch kleinere Konferenzen werden meist von Gebeten gerahmt, die ich eher als Pflichterfüllung empfinde. Zu oft haben diese gottesdienstlichen Feiern wenig mit dem sich Anschließenden zu tun, sind nur eine lieblose Aneinanderreihung von auf die Schnelle zusammen gesammelten Bibel- und Gebetstexten, Psalmen und Liedern, weil zu einem kirchlichen Rahmen eben auch das gemeinsame Gebet gehört.

Beim Hannoveraner Kongress habe ich das erfreulich anders erlebt: gemeinsame Gebete, die sich sehr organisch in den Tagesablauf einfügten, sorgfältig gewählte Worte, die das Tun der Teilnehmenden ins Wort brachten und deuteten, unterstrichen von Licht und Musik. Es war durchgängig spürbar, dass Texte, Musik, Licht und Gesang sorgsam durchdacht und beinahe liebevoll ausgewählt, mit Blick auf das Thema des Kongresses und die Teilnehmenden neu formuliert und auf einander abgestimmt waren.

Zum Beispiel das Kongressgebet:

Hier sind wir, Gott,
als Menschen, die zu deiner Kirche gehören,
zu der einen Kirche, die wir glauben und bekennen.
Gott, teile deine Sehnsucht,
deinen Aufbruch, deine Zukunft mit uns.
Nimm uns hinein in deine Bewegung zu den Menschen.
Lass uns die Zukunft deiner Kirche sehen
und hier miteinander beginnen.
Amen.

Das Anliegen des Kongresses wurde so immer wieder in Worte gefasst und vor Gott getragen.

Die Lieder: Auf Twitter wurde die Studiogruppe Baltruweit bereits mehrfach kritisiert. Auch mir hat nicht alles gefallen. Originell fand ich die flotte Intonation sonst eher getragener, um nicht zu sagen: lahm, gesungener Gesangbuchlieder. Die Gospel- und Taizeplagiate dagegen hätte ich lieber in der Originalversion gesungen. Das ist aber ganz sicher Geschmackssache.

Über die gesamte Kongressdauer gab es auch mehrere Räume für Stille und Gebet. Zwei davon habe ich wahrgenommen, letztlich fehlte aber die Zeit, ihr Angebot auszukosten und im Trubel aufzutanken. Auch sie machten deutlich, dass sich alle Elemente des Kongresses als ein geistliches Tun verstanden wussten.

Dadurch, dass die Gebete immer wieder in die Tagung, auch die Workshops und Foren, eingeflochten waren und dass es neben Räumen für Vortrag und Gespräch solche für Schweigen und Gebet gab, empfand ich den gesamten Kongress als von Anfang bis Ende vom Gebet durchdrungen. Eine sehr angenehme und stimmige Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin!

Alle Andachten stehen übrigens hier.

Kirche² Impressionen

Auf dem Blog des Dekanats Lüneburg habe ich erste eigene und mehrere Eindrücke anderer zum Kongress eingestellt. Zu finden sind sie unter:

Kirche² - Thinking out of the box
Kirche hoch 2 - Rückblicke
Kirche² - Blogfundstücke 1
#Kirchehoch2 - meine Eindrücke von der Vorkonferenz

Weiteres folgt, auch hier im Blog!

Dienstag, 12. Februar 2013

Kirche² - ein ökumenischer Kongress

Am Donnerstag beginnt der ökumenische Kongress "Kirche²" in Hannover. Ich bin dabei! Das eine oder andere werde ich unter @KircheHeide bei Twitter in kurzen Stichworten skizzieren. Vielleicht auch einen  (oder mehrere?) Artikel für dieses Blog verfassen oder auf dem Blog des Dekanats Lüneburg veröffentlichen und dann hier verlinken. Ich mache den Ort der Veröffentlichung davon abhängig, ob ich eine Veranstaltung mehr auf meinem "touristischen" oder meinem "Dekanats-Ohr" höre.

Auch andere werden twittern. Dazu auf #kirchehoch2 klicken und mitlesen. Wer ein eigenes Twitter - Konto besitzt (was kostenlos und schnell eingerichtet ist), kann sich direkt an den Diskussionen beteiligen.

Es lohnt sich auch, die Beiträge zum Kongreß auf anderen Blogs zu verfolgen:
Wer zwar nicht in Hannover dabei sein kann, aber Interesse am Kongress hat, kann an verschiedenen dezentralen Treffen teilnehmen, auf denen Plenarveranstaltungen per Livestream übertragen werden. Derzeit gibt es diese Kirche² lokal - Veranstaltungen in Berlin, Lüneburg und Göttungen. Mehr dazu hier.

Samstag, 9. Februar 2013

Sonnenstrahlen

Die Strahlen unserer Frühlingssonne
erkenne ich in Deinen Augen.
Und diese Wärme! Welche Wonne!
Sie lässt mich an das Leben glauben.

Die Sonne macht die Herzen weit
und stimmt uns alle froh.
Dankt Gott! Er schenkt uns diese Zeit.
Wir freuen uns ja so.

Und plötzlich siehst Du diesen Glanz
in Deines Nachbarn Augen.
Und sicher öffnest Du Dich ganz.
Das kann zur Freundschaft taugen.

Verschwunden sind Angst, Streit und Groll.
Du fühlst Dich glücklich frei.
Dein Herz ist nun der Liebe voll.
Es weiß: Gott ist dabei.

Gisela Reußner

(aus dem Gedankenflyer "Fastenzeit und Ostern 2013")

Freitag, 8. Februar 2013

Freude erleben

Freue Dich an den Kleinigkeiten des Lebens
am Aufsprießen einer Knospe
am Haselnussstrauch,
am Raureif über dem Wiesengrund,
an den ersten Sonnenstrahlen
in der Morgenfrühe,
am Weckgesang der Vögel in der Frühe,
an der Frische des Wassers im Badezimmer,
an einer freundlichen Begrüßung,
über die Ruhe
bei einem Spaziergang durch die Natur,
über die Wunder der Schöpfung,
über Deine Gesundheit,
über die vielen kleinen Zeichen,
dass das Leben weitergeht,
über Dein Aufstehen – die AUFERSTEHUNG,
über den Neubeginn.
Die vielen schönen Stunden,
die uns das Leben schenkt.

Winfried Herget

(aus dem Gedankenflyer "Fastenzeit und Ostern 2013")

Unterwegskalender - Vorwort

Wie im Advent an jedem Tag ein Text-Türchen.

Für Urlaubs- und Lebensreisen,

unterwegs und zu Hause,

auf fremden und vertrauten Wegen,

draußen und drinnen.

Jeden Tag im Juli und August

ein kleiner Gedanke zum Mitnehmen

in der virtuellen Hosentasche

auf den Urlaubs- oder Alltagsweg.