Donnerstag, 28. Dezember 2017

Zwischen den Jahren verschiedene Kalender

Für die Sendung "Himmel und Erde" auf NDR1 Radio Niedersachsen haben wir uns in diesem Jahr zu dritt (Petra Kluike, Hannelore Imort und ich ) Gedanken gemacht über die Zeit "Zwischen den Jahren". Leider ist Hannelore Imort in den Aufnahmen aus gesundheitlichen Gründen nicht zu hören. Ausgestrahlt werden/wurden die Radioandachten zwischen dem 27. und 29. Dezember 2017 um 09.15h.

A: „Zwischen den Jahren“, so nennen viele die Tage nach Weihnachten, andere sprechen von „zwischen den Tagen“. Mit Petra sitze ich beim Frühstück. Und zwischen knusprigen Brötchen und heißem Kaffee überlegen wir: Woher kommt eigentlich die Redewendung „zwischen den Jahren? Und welche Tage sind gemeint?

P: Zwischen den Jahren, damit meinen manche nur die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr. Für andere bezeichnet der Ausdruck aber die Zeit bis zum Dreikönigsfest, also bis die Sternsinger unterwegs sind.

A: Neben unserem Frühstückstisch liegen schon die neuen Kalender. Wir zählen mal nach: Zwischen Weihnachten und dem Dreikönigsfest liegen 12 Nächte. Das sind nicht irgendwelche Nächte, das sind seit alter Zeit Rauhnächte oder Heilige Nächte.

Die Zahl 12 ist mir sehr vertraut. Wir haben 12 Monate im Jahr und 2 mal 12 Stunden am Tag. Und es gibt die 12 Apostel in der Bibel. Die 12 ist eine uralte heilige Zahl, ein Symbol für Vollkommenheit. Aus jüdisch-christlicher Sicht hat da immer Gott etwas mit der Welt zu tun und mit uns Menschen. Auch in diesen besonderen Tagen und Nächten zwischen den Jahren.

P: Dieses „zwischen den Jahren“ hat vor allem mit verschiedenen Kalendern zu tun. Es gibt einen sehr alten Kalender, den es schon zu Jesu Zeiten gab. Dieser Kalender wurde im 16. Jahrhundert in den geändert, den wir heute noch benutzen.

P: Manche orthodoxe Kirchen berechnen ihre Feiertage aber auch heute noch nach dem alten Kalender. Wenn sie ihr Weihnachtsfest feiern, ist bei uns schon der 6. Januar.

P: Seitdem ich das weiß, hat die Redewendung „zwischen den Jahren“ für mich eine weitere Bedeutung: Es ist die Zeit zwischen zwei Weihnachtsfesten. Unserem Weihnachtsfest und dem anderer Kirchen.

A: Auch wenn wir nach verschiedenen Kalendern feiern und unseren Glauben unterschiedlich ausdrücken: wir alle erinnern uns an das gleiche wichtige Ereignis: Dass Gott als neugeborenes Kind zu uns auf die Welt gekommen ist. Mitten in unsere Welt mit ihren verschiedenen Kalendern.

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