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Donnerstag, 16. Juli 2015

Eine Kraftquelle

(Dieser Text ist die ungekürzte Fassung für die Radioandacht "Himmel und Erde" am 16. Juli 2015 um 09.20h auf NDR 1, Radio Niedersachsen.)

Zwischen Bispingen und Amelinghausen liegt der kleine Ort Schwindebeck. Hier entspringt ein kleiner Fluss: der Schwindebach. Kaum jemand kennt Schwindebeck. Hier wohnen nur wenige Leute. Auch vom Schwindebach wissen nur wenige. Er ist nicht einmal 5 km lang und trotzdem etwas ganz Besonderes: seine Quelle ist die zweitgrößte in Niedersachsen!

Ich bin gerne an der Schwindebachquelle. Sie sieht aus wie ein kleiner Tümpel mitten im Wald. Das Wasser ist kristallklar. Die drum herum stehenden Bäume spiegeln sich auf der ruhigen Wasseroberfläche. Auf dem sandigen Grund wachsen nur einzelne Algen. Sie sehen aus wie im Wasser treibende, braune Wattebäusche. Um die Quelle herum wächst viel saftiges Grün. Die Quelle selbst ist still, nur der Bach, der hier entspringt, plätschert leise.

Ich schaue auf die Schwindequelle und bin immer wieder fasziniert: Unter der Wasseroberfläche sprudelt das Wasser sichtbar aus dem Boden. Dort sieht es fast so aus, als würde der Sand unaufhörlich kochen. Mehr als 20 Badewannen könnte man jede Minute mit dem Quellwasser füllen. Allerdings wäre es sehr unangenehm, darin zu baden: das Wasser ist kalt und hat das ganze Jahr über eine Temperatur von nur 9°.

Viele Leute kommen immer wieder gerne an diesen besonderen Ort. Sie verlassen wie ich ihren turbulenten Alltag für ein paar Minuten, um der Quelle beim Sprudeln zuzusehen. Hier kann ich gut ruhig werden und nachdenken. Oder einfach nur schauen. Hier kann ich innerlich auftanken und mich erfrischen lassen. Einfach nur da sein.

Beim Blick ins Wasser erinnere ich mich an Menschen, mit denen ich schon hier war. Mit einer Pilgergruppe haben wir uns hier an unsere Taufe erinnert. Und mit einer Freundin aus Wien habe ich an der Quelle geschwiegen. Es sind schöne Erinnerungen, wenn ich an der Schwindebachquelle stehe. Sie geben mir Energie für meinen Alltag. Und so ist dieser kleine Tümpel im Wald für mich mehr, als nur eine beliebige Stelle, an der eben Wasser aus der Erde sprudelt. Dieser kleine, stille Ort ist für mich zu einer Kraftquelle geworden.

Überall gibt es solche Orte, die Menschen Kraft geben. Unterschiedlichste Stellen laden ein zum Innehalten und Auftanken. Etwa die Bank im Park mit Blick auf den Springbrunnen. Der stille Augenblick in einer Kirche oder der Liegestuhl im Garten. Einen solchen Ort und einen Moment wie an der Schwindebachquelle, einen Platz an dem Sie aufatmen und auftanken können: den wünsche ich Ihnen!

Mittwoch, 15. Juli 2015

Die Hillige Eeke

(Dieser Text ist die ungekürzte Fassung für die Radioandacht "Himmel und Erde" am 15. Juli 2015 um 09.20h auf NDR 1, Radio Niedersachsen.)

Wer in der Heide mit offenen Augen unterwegs ist, wird manchen beeindruckenden Baum entdecken. In Müden an der Örtze steht zum Beispiel die „Hillige Eeke“, die heilige Eiche. 20 Meter ist sie hoch. In einem Wohnhaus müsste man in den 8. Stock steigen, um über sie hinweg sehen zu können. Und dick ist sie! Als Kinder haben wir uns an den Händen gehalten, um einmal um sie herum zu fassen. Dafür brauchten wir mindestens 5 oder 6 große und kleine Leute. 600 Jahre soll sie alt sein. Als Christoph Kolumbus Amerika entdeckte, war sie also schon etwa 100 Jahre alt.

Die Hillige Eeke hat eine mächtige Krone. Gewaltige Äste strecken sich in den Himmel. Bei Regen wird man darunter kaum nass. Wie riesig ihre Wurzeln sind, kann man nur ahnen. Diese Eiche wirft so schnell kein Sturm um!

Hier an der Hilligen Eeke verstehe ich gut, dass Menschen mit Bäumen verglichen werden. Wie eine starke Eiche brauche ich feste Wurzeln, um die Stürme des Lebens gut zu überstehen. Meine Familie, meine Freundinnen und Freunde können solche Wurzeln sein, die mir Halt geben. Gläubige Menschen sagen manchmal: „Ich bin verwurzelt in meinem Glauben an Gott. Und ich gehöre zu einer Gemeinschaft. Im besten Fall werde ich von ihr mitgetragen. Das gibt mir Kraft.“

Mit starken Wurzeln können Bäume und Menschen gut wachsen. Manchmal bricht im Sturm ein Ast vom Baum. Uns Menschen trifft ein Schicksalsschlag. Dennoch: die Lebenskraft aus den Wurzeln heraus bleibt erhalten. Selbst ein Baumstumpf kann noch austreiben.

Ein Baum verbindet Himmel und Erde mit seinen Wurzeln und seiner Krone. Auch das ist ein Symbol für uns Menschen: Wir orientieren uns an etwas Höherem. Wir streben nach dem, was uns wichtig ist. Gläubige richten ihr Leben aus auf Gott.

Der Prophet Jeremia schreibt in der Bibel: „Gesegnet ist jede Frau und jeder Mann, die auf Gott vertrauen und deren Rückhalt Gott ist. Sie sind wie Bäume, am Wasser gepflanzt, zum Wasserlauf strecken sie ihre Wurzeln hin. Dass Hitze kommt, fürchten sie nicht, sie behalten ihr Laub. Auch in einem Dürrejahr sind sie ohne Sorge, sie hören nicht auf, Frucht zu tragen.“ (BigS)

Achten Sie bei Ihrem nächsten Spaziergang doch mal auf Bäume. Möglicherweise entdecken Sie auch so ein mächtiges Exemplar wie die Hillige Eeke in Müden an der Örtze. Aber auch bei jedem anderen Baum können Sie sich fragen: Was sind meine Wurzeln? Was trägt mich? Und wohin möchte ich wachsen?

Dienstag, 14. Juli 2015

Bienen in der Kronsbergheide

(Dieser Text ist die ungekürzte Fassung für die Radioandacht "Himmel und Erde" am 14. Juli 2015 um 09.20h auf NDR 1, Radio Niedersachsen.)

Noch etwa zwei Wochen, dann ist es wieder so weit: Die Heide blüht! Viele Leute verbringen dann gerne einen Tag in der weiten, violetten Landschaft. Sie wandern oder fahren mit dem Fahrrad durch die sanften Hügel. Sie reiten oder schaukeln mit einer Kutsche über die sandigen Wege.

Ohne Auto wirkt die Landschaft intensiver: Der Wind streift die Haut. Die Augen freuen sich am Violett. Lerchen und andere Singvögel geben ein kostenloses Konzert. Und mit einer guten Nase kann ich sogar den zarten Duft der Heideblüten erschnuppern. Dieser süße Duft lockt unzählige Bienen und andere Insekten an. Besonders im Spätsommer finden sie hier reichlich Nektar. Ganze Bienenvölker werden deshalb gezielt in die Heide gebracht.

In der Kronsbergheide bei Amelinghausen kann man einen Bienenstand mit mehreren Bienenstöcken sehen. In sicherem Abstand, vom Weg aus. Die Bienen produzieren hier im August und September den etwas herben Heidehonig für ein leckeres Frühstücksbrötchen oder den Tee.

Bienen sind fleißig. Für ein einziges Glas Honig müssen sie fast zwei Mal um die Erde fliegen. Sie sammeln mühsam von Blüte zu Blüte. Machen Bienen eigentlich auch mal Pausen? Klar, sie schlafen sogar. Junge Bienen arbeiten im Bienenstock. Sie machen oft kleine Nickerchen. Die älteren Bienen dagegen sind viel unterwegs. Im Bienenstock schlafen sie meist länger an einem Stück.

Bienen können ihre Kräfte sehr gut einteilen. Bevor sie zu einem Sammelflug aufbrechen, fressen sie genug. Das reicht, bis sie wieder Nektar sammeln können. Davon ernähren sie sich zum Teil auf dem Rückflug. Aber den Überschuss bringen sie nach Hause. Davon nimmt dann der Imker und füllt ihn für uns in Gläser.

Von den Bienen können wir lernen: Auch wir Menschen müssen unsere Kräfte gut einteilen. Wir brauchen Energie: nicht nur für den Körper, sondern auch für Geist und Seele. Wir brauchen regelmäßige Pausen im Alltag. Dann reicht die Kraft. Vielleicht bleibt sogar noch etwas übrig. Dann kann ich sie anderen weiter geben. Zum Beispiel bei einer ehrenamtlichen Aufgabe. Auch von Jesus wird immer wieder erzählt, dass er sich zurück gezogen hat. Alleine oder mit seinen Jüngerinnen und Jüngern tankte er auf in der Abgeschiedenheit.

Und wenn gerade keine Zeit ist für eine ausgiebige Pause? Dann gibt vielleicht ein Löffel mit Heidehonig einen kleinen Kraft-Kick. Und schenkt eine Ahnung von dem wundervollen Land, das die Bibel uns verspricht: Ein Land, in dem Milch und Honig fließen.

Montag, 13. Juli 2015

Was Kirchen erzählen

(Dieser Text ist die ungekürzte Fassung für die Radioandacht "Himmel und Erde" am 13. Juli 2015 um 09.20h auf NDR 1, Radio Niedersachsen.)

In der Lüneburger Heide haben wir viele schöne Kirchen. Uralte kleine Feldsteinkirchen, wie St. Magdalenen in Undeloh und große alte Backsteinkirchen, wie die Stadtkirche in Celle. Aber auch neuere Kirchen lohnen einen Besuch. Die meisten wurden errichtet für die Katholikinnen und Katholiken, die nach Flucht und Vertreibung in der Lüneburger Heide eine neue Heimat gefunden hatten.

Die katholische Kirche St. Marien in Egestorf ist eine dieser Kirchen. Sie besitzt keine berühmten Kunstgegenstände. Auch kein Gold und Glitzer. St. Marien ist eher unscheinbar. Aber sie hat viele bunte Glasfenster mit Darstellungen aus dem Leben der Mutter Jesu. Besonders eindrucksvoll finde ich das große Fenster vorne links neben dem Altar. Wenn die Sonne hindurch scheint, leuchtet der Raum in bunten Farben.

Zwei Menschen sind auf diesem Fenster zu sehen, fast lebensgroß. Ein Mann und eine Frau. Die Frau trägt ein blaues Kleid. Sie sieht sorgenvoll aus und schmiegt sich eng an den Mann, der einen großen Stock in der linken Hand hält. Beide sind unterwegs. Hinter ihnen sind kleine Häuser angedeutet.

Die Szene erinnert an Maria und Josef auf ihrem Weg nach Betlehem, wo Jesus geboren wurde. Sie haben keine Bleibe für die Nacht. Sie sind fremd und auf die Hilfe der einheimischen Bewohner angewiesen.

Das Fenster zeigt aber nicht nur eine Geschichte aus der Bibel. Eine Frau aus der Gemeinde hat mir die Augen für die Geschichte dahinter geöffnet. Die Menschen, die nach dem Krieg nach Egestorf kamen, sehen in dem großen, bunten Fenster auch ihre eigene Geschichte. Auch sie mussten ihr Zuhause verlassen. Wie Maria und Josef. Auch sie brauchten die Hilfe und Gastfreundschaft der Menschen, die hier in der Heide lebten. Die Geschichte von Maria und Josef ist auch die Geschichte der Menschen in der katholischen Gemeinde St. Marien in Egestorf.

So hat jede alte oder neue Kirche viel zu erzählten. Geschichten aus der Bibel und Geschichten der Menschen, die dort leben und beten. Im Urlaub gehe ich deshalb gerne in die Kirchen und entdecke dort Neues. Manches Bild und manche Figur erkenne ich sofort. Für anderes brauche ich jemanden, der es mir erklärt.

Fassen Sie im Urlaub doch auch mal auf die Klinke einer Kirchentür! Vielleicht ist sie ja offen. Ob sie alt ist oder neu, Ihnen auf Anhieb gefällt oder nicht: Jede Kirche erzählt Geschichte und Geschichten. Nicht nur die Sankt Marien Kirche in Egestorf, die in ihrem Fenster mehr zeigt als Maria und Josef.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

#ichwillzukunft (M)Ein Beitrag zur Blogparade von @Adveniat

Quelle: Adveniat
Um das Thema Zukunft geht es in der aktuellen Jahresaktion von Adveniat. Unter anderem sind Bloggerinnen und Blogger aufgefordert und eingeladen, sich zu diesem Thema Gedanken zu machen – auch wenn sie mit Lateinamerika wenig oder nichts zu tun haben.

Wie sieht es aus mit dem Thema Zukunft in der Urlauberseelsorge im Bistum Hildesheim und der Lüneburger Heide? Was beschäftigt mich und uns dabei gerade?

Fakt ist: mein Kollege Bernhard Schillmüller aus Cuxhaven und dem Elbe-Weser-Dreieck geht nächstes Jahr in den Ruhestand. Damit wird es in Cuxhaven, dem mit jährlich über 3 Millionen Übernachtungen größten Kurort Deutschlands keine Urlauberseelsorge mehr geben, es sei denn, in Gemeinde, Dekanat und Bistum rührt sich noch etwas, das der kirchlichen Verantwortung für Reisende eine zukunftsfähige Form gibt. #IchwillZukunft ist also in meinem/unserem Arbeitsfeld gerade hoch aktuell!

Laut Stellenplan 2020 wird es bis eben in diesem Jahr noch meine Stelle in der Urlauberseelsorge in der Lüneburger Heide geben. Ohne Kollegen und Kolleginnen aus der eigenen Kirche oder der Ökumene ist es allerdings um einiges schwieriger, diese Arbeit zu tun. Ganz konkret heißt dies: Den Bereich der "Kirche Unterwegs" Arbeit ("Campingseelsorge") wird es zukünftig im Bistum Hildesheim nicht mehr geben.

Das Kinderferienprogramm von "Kirche Unterwegs" in Amelinghausen führe ich zwar fort, die Suche nach neuen Teamerinnen und Teamer und deren Aus- und Fortbildung wird aber nicht fortgesetzt. Das bedauere ich sehr! Gerade die Arbeit mit den Teams, in denen Jugendliche, Familien und Senioren zusammenarbeiten und Verantwortung übernehmen, halte ich für beinahe einmalig in der kirchlichen Arbeit. Sie ist mir in dieser Form und Intensität an anderer Stelle noch nicht untergekommen.

Eine große Chance, Kindern, Familien und anderen in ihrer Urlaubssituation religiöse und biblische Themen kreativ nahe zu bringen und ein sympathisches, mitgehendes Bild von Kirche zu vermitteln wird daher mit der Beendigung der "Kirche Unterwegs" Arbeit ungenutzt bleiben. Es sei denn, Gemeinden, Dekanate oder kleine Gruppen von Engagierten entdecken für sich selbst: „Das können wir auch! Zwar nicht auf jedem Campingplatz und nur in kleinem Stil, aber in unserem nahen Umfeld bieten wir etwas an für die Leute, die bei uns ihren Urlaub verbringen.“ Das sind nämlich nicht nur weithergereiste Gäste, sondern in Zeiten knapper werdender Kassen zunehmend auch Kinder und Familien aus dem eigenen Umfeld.
  • Warum also nicht bewusst in der Urlaubs- und Ferienzeit mit Daheimgebliebenen und denen, die zu Gast sind, biblische oder anders thematische Wochen oder Tage anbieten, in eigenen Räumen oder unterwegs? Kinderbibelwochen und religiöse Kinderwochen (RKW) haben in unseren Kirchen eine lange Tradition. Es gibt gutes Material dazu, mit dem sofort losgelegt werden kann. Und es spricht nichts dagegen, neben Kindern auch Jugendliche und Erwachsene mit einer solchen, angepassten Aktion anzusprechen und bewusst altersübergreifend zu arbeiten.
  • Warum nicht in einer Gemeinde in Kooperation mit touristischen Stellen z.B. Nachtwanderungen anbieten, in die Elemente der Stille, der Wahrnehmung, des Gesprächs oder des Pilgerns eingebunden sind und die mit einer Geschichte, einem Gute-Nacht-Lied oder Segen enden? 
  • Warum nicht mal ohne großen Aufwand eine Sonntagsmesse unter freiem Himmel feiern? Im Pfarrgarten, an einem See, auf einem Berg oder hinterm Deich? 
  • Warum nicht mal auf die Basics schauen: Wie findet eigentlich jemand, der fremd ist, den Weg zu unseren Kirchen, in unsere Gottesdienste und Veranstaltungen? Wie sind wir öffentlich ausgeschildert? Und: Wie können wir auch jenseits kircheninterner Medien Gemeindefremde informieren und erreichen? Wie können kirchliche Infos z.B. an touristisch relevanten Plätzen oder auf Campingplätzen ausgehängt und den Tourist-Infos zur Verfügung gestellt werden? 
Eine Kultur des Willkommens und der Gastfreundschaft kann schon mit kleinen, einfachen Akzenten nachhaltig entwickelt werden.

Und was hat das alles mit Adveniat oder Lateinamerika zu tun? Wo können sich Urlauberseelsorge und Solidaritätsarbeit treffen? Wie auch die anderen kirchlichen Hilfswerke gibt es von Adveniat hervorragend ausgearbeitetes Arbeitsmaterial für viele Altersstufen. Viel Material von Adveniat, missio oder Misereor bleibt allerdings zu den Aktionszeiten ungenutzt, was sehr schade ist. Gerade aber in den Ferienwochen, in denen es auf Gemeindeebene eher ruhig ist, wäre Zeit und Gelegenheit, mit diesem Material zu arbeiten, auch jenseits der „offiziellen“ Aktionszeiten.

Mit Ausstellungen der verschiedenen Hilfswerke beispielsweise können Urlaubsgäste zu einem Besuch in die veranstaltende Kirche eingeladen und auf eine gedankliche Weltreise mitgenommen werden. Damit habe ich in der Vergangenheit gute und interessante Erfahrungen gesammelt. Auch mit "Rucky Reiselustig" kann man nicht nur in der Fastenzeit die Probleme der Kinder der Welt entdecken.


Themen anderer Kontinente wie Klimawandel haben auch mit uns zu tun. Ganz konkret. Ebenso Themen wie Armut oder Flucht. Oder eben „Zukunft“ oder (scheinbare) Zukunftslosigkeit.

Ferien sind nicht nur selbstbezogene Luxuszeiten. Urlaub, Engagement, Weitblick und Verantwortung schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: wenn Alltagssorgen wegfallen, entsteht Raum, sich für andere Themen und Fragestellungen zu öffnen und zu interessieren.

Meine Zukunftshoffnung ist, dass unsere Kirchengemeinden einen solchen Blick für ihre konkreten Gäste bekommen - und ihn bestenfalls ausweiten, über die Urlaubsgäste hinaus auf andere Menschen, die nur auf Zeit vor Ort zu Gast sind wie z.B. Saisonarbeitskräfte oder Flüchtlinge, und auf Menschen, die an ganz anderen Ecken der Erde leben und von Urlaub nur träumen können. Diesen Blick zu schärfen ist etwas, das mir für die Zukunft der Urlauberseelsorge am Herzen liegt.

Freitag, 5. September 2014

#Unterwegskalender: erholen

pausieren
(wieder) zu Atem kommen
gesunden
an Leib, Geist und Seele
zu mir zurück holen
was außer mir war
Spannungen
los werden
ent-spannen
beweglicher werden
mit guter Bewegung
wieder zu Kräften kommen
dynamische Spannung
kraftvoll aufbauen

Mir heute bewusst Zeit nehmen für Erholung.

Mehr Gedanken zum Erholen bei den Sommerimpulsen.

Montag, 1. September 2014

#Unterwegskalender: besichtigen

offene Türen und Pforten
einladend einzutreten
für kurze Zeit
als Gast
betrachten dürfen
sehen, wahrnehmen
ein Gefühl bekommen
für Lebensweisen
Denkweisen
Glaubensweisen
anderer Menschen
anderer Zeiten
anderer Kulturen
angezogen sein
und fasziniert
auch fragend
oder den Kopf schüttelnd
und abgestoßen
manchmal auch
nur gelangweilt

Meine Räume heute einmal mit den Augen eines Besuchers, einer Besucherin betrachten.

Mehr Gedanken zum Besichtigen bei den Sommerimpulsen.

Montag, 11. August 2014

Unterwegskalender: Eis essen

leckere Kühle
auf der Zunge
süß, cremig, fruchtig
"im Abgang"
genießen
einfach so
ohne fromme Gedanken

Nur einen:
Wenn du Gott erfahren willst,
öffne deine Sinne.
Heute.

Mehr Gedanken zum "Eis essen" bei den Sommerimpulsen.

Sonntag, 10. August 2014

Unterwegskalender: Starten

auf die Plätze
fertig
los
Zauber des Anfangs
starten
anfangen
beginnen
den Weg
mit einem ersten Schritt
betreten
voller Elan
oder zögernd
etwas Neues wagen
vielleicht ganz unerwartet
durchstarten
zu mehr
Lebensfülle

Heute etwas Neues beginnen.

Mehr Gedanken zum Starten gibt bei den Sommerimpulsen.

Samstag, 9. August 2014

Unterwegskalender: Packen

Koffer,
Tasche,
Rucksack
füllen
mit Nötigem,
Sinnvollem,
Liebgewordenem
reisen
mit leichtem Gepäck
oder schwer beladen,
belastet
Alltag
soll zu Hause bleiben
aber mich
nehme ich immer mit

Was packe ich heute für den Tag?

Mehr Gedanken zum Packen bei den Sommerimpulsen.

Freitag, 8. August 2014

Unterwegskalender: Warten

Warten
im Alltag
auf Urlaub
im Urlaub

auf Bus oder Bahn
im Stau
auf ein leckeres Essen
ein schönes Konzert
mit Vorfreude
vor einer roten Ampel
mit Zeit und Geduld
dem Warten Sinn geben
Sommer verknüpfen
mit adventlichem
Warten auf etwas
Besonderes
jemanden
der mich
warten kann
und auf mich wartet

Mich heute mal nicht ärgern beim Warten.

Mehr Gedanken zum Warten bei den Sommerimpulsen.

Donnerstag, 7. August 2014

Unterwegskalender: Beten.

Beten.
Beten?
Im Urlaub???
vielleicht mal
Ausschau halten
nach Gott
am Meer
auf einem Berg
im Wald
bei Begegnungen
oder
in einer Kirche

Urlaubsneugierde nutzen

Mehr Gedanken bei den Sommerimpulsen.

Mittwoch, 6. August 2014

Unterwegskalender: Meer

glitzernde Weite
rauschende Kraft
schäumendes Glück
zerstörerische Macht
reicher Lebensraum
gefährlicher Arbeitsplatz
herausfordernder Raum
für Spiel und Sport
beruhigender Erholungsort
vielfältig
grenzenlos
frei
Sehnsuchtsort
Inneres spiegelnd

Was spiegelt es mir?

Mehr Gedanken bei den Sommerimpulsen.

Dienstag, 5. August 2014

Unterwegskalender: Berge

hinauf und hinunter
unten und oben
gewaltig, mächtig
Ort der Anstrengung,
belohnt mit Weitblick
Himmelsnähe
über den Wolken
darunter und mittendrin
Gipfelerfahrungen
manchmal
Begegnung mit Gott

Welche Gipfel erklimme ich?

http://www.sommerimpulse.de/de/archiv/tag-9-15072014.html

Montag, 4. August 2014

Unterwegssein mit der Heiligen Schrift

Auf der Seite der katholisch.de gibt es derzeit eine "Themenwoche: Reisezeit". Durch die "Reisebrille" wird die Bibel unter verschiedenen Aspekten gelesen. Eine Übersicht zu den verschiedenen Kapiteln der Themenwoche gibt es hier. Viel Spaß beim Entdecken!

Freitag, 1. August 2014

10 Gebote für die Ferienzeit

Im eigentlichen Sinn sind es ja keine Gebote, die auf der auch sonst sehr spannenden Seite "katholisch bl.bs - spirit.mind.care.open" Anfang Juli von Wilhelm Willms veröffentlicht wurden. Eher Ermöglichungen, im Urlaub Geist und Sinne zu weiten.

Unbedingt mal rüber- und sich dann durchklicken! Ganz sicher eine Seite, mit der sich Regenwettertage versüßen lassen!

Unterwegskalender - Vorwort

Wie im Advent an jedem Tag ein Text-Türchen.

Für Urlaubs- und Lebensreisen,

unterwegs und zu Hause,

auf fremden und vertrauten Wegen,

draußen und drinnen.

Jeden Tag im Juli und August

ein kleiner Gedanke zum Mitnehmen

in der virtuellen Hosentasche

auf den Urlaubs- oder Alltagsweg.