Posts mit dem Label geöffnete Kirchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label geöffnete Kirchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 13. August 2017

Traditionelles, Kirchliches und Geistliches zur Heideblüte

Vom 08.08. bis zum 09.09. blüht die Heide, sagt man in der Lüneburger Heide. Wie weit die Heide schon in Violett erstrahlt, verrät das Heideblüten-Barometer.


Heideblütenfeste


Der August ist daher auch der Monat der Heideblütenfeste. Zum Teil beteiligen sich auch die lokalen Kirchengemeinden an diesen Festen, zum Beispiel mit ökumenischen Gottesdiensten. Hier eine kleine Übersicht. Sie darf gerne in den Kommentaren ergänzt werden.

Mit Heide geschmückter Wagen beim Heideblütenfest (2012)

Kirchen


Zu jeder Zeit lohnt sich ein Besuch in den katholischen und evangelischen Kirchen. Während die meisten katholischen Kirchen erst in den 60er Jahren gebaut wurden, gibt es unter den evangelischen Kirchen teilweise sehr alte Schätzchen. St. Magdalenen in Undeloh beispielsweise wurde bereits 1244 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Hier, in Raven und Egestorf können Sie unter Überschrift „Musik in alten Heidekirchen“(pdf) jeden Sonntagnachmittag ein anderes besonderes Konzert genießen.

Wo Sie eine katholische Kirche in der Lüneburger Heide finden und wann dort Gottesdienst gefeiert wird, finden Sie am einfachsten über die Kirchensuchmaschine heraus. Die können Sie auch als App auf Ihr Smartphone herunter laden und bundesweit benutzen.

Sollten Sie die Heideblüte in Schneverdingen genießen, lohnt auf jeden Fall ein Besuch in der noch ganz neuen evangelischen Eine-Welt-Kirche mit ihrem Eine-Erde-Altar. Hier sprechen nicht Gold und Glitzer sondern die besondere Architektur. Zu den Öffnungszeiten ist immer jemand vor Ort, der Sie Ihnen gerne erschließt.

Pilgerwege


Auch unabhängig von der lila Heideblüte lädt die Landschaft der Lüneburger Heide zu jeder Jahreszeit zum Unterwegssein ein. Zum Beispiel auf dem Jakobusweg. Anhand alter Pilgerrouten wurde dieser Weg in den vergangenen Jahren neu ausgeschildert. Eine Übersicht über die gesamte Route finden Sie hier (pdf). 

Eine besondere Art, biblische Themen zu „begehen“ bieten der Schöpfungsweg und der Auferstehungsweg an, beide befinden sich in der Nähe von Ebstorf.



Klöster


Ebstorf lädt auch zu einem Besuch eines der sechs Heideklöster ein. Das Kloster Ebstorf ist wie die anderen heute ein evangelisches Frauenstift. Die Stiftsdamen werden bei einer Führung erklären, wie aus dem Benediktinerkloster im Zusammenhang mit der Reformation ein Damenstift wurde. Die anderen Heideklöster finden Sie in Wienhausen, das Kloster Lüne bei Lüneburg, in Medingen, Walsrode und Isenhagen.


Heidschnucken


Wer in der Heide unterwegs ist, möchte gerne auch eine der Heidschnuckenherden sehen, denn bei einer solchen Begegnung wird der bekannte Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte“ ganz besonders plastisch.

Hier gibt es eine Übersicht, wo Sie mit etwas Glück auf diese wichtigen Helferinnen bei der Landschaftspflege treffen können. Außerhalb der Zeit der Heideblüte, nämlich im Frühjahr, gibt es in Amelinghausen ein ganz besonderes Heidschnuckenerlebnis: Immer sonntags im März, April und Mai, der Zeit, wenn die Schnucken lammen, empfängt Schäfer Thomas Rebre Interessierte ab 13.00h am Schnuckenstall in der Kronsbergheide zum „Lämmergucken für alle“. 

Heidschnuckenherde in der Wachholderheide bei Faßberg
Foto: E. Rehn

Dienstag, 28. März 2017

Fragen und Ideen zu Gastfreundschaft in der lokalen Kirchengemeinde

Für verschiedene Veranstaltungen zum Thema "Kirche und Tourismus" habe ich eine Liste mit Ideen und Fragen zum Thema Gastfreundschaft erstellt. Darin stehen keine großen Sachen, sondern nur die Basics. Die können aber eine Menge dazu beitragen, dass sich Gäste in einer Kirche und Gemeinde wohlfühlen!


1. Gäste denken in der Regel nicht in kirchlichen Strukturen und nicht konfessionell! Gemeinde- oder Dekanatsgrenzen spielen für sie keine Rolle.
  • Wie finden Fremde zu Kirche, Pfarrbüro, Gemeindehaus?
  • Gäste daraufhin ansprechen
  • Ausschilderung prüfen
  • Wo ist die Adresse veröffentlicht?
  • Homepage aktuell?
  • Adresse(n) bei Gastgebern, Tourist-Info, Nachbargemeinden bekannt?
  • Kennen wir z.B. Gottesdienstzeiten und Ansprechpersonen von Nachbargemeinden, auch der anderen Konfessionen? 


  •  

2. Gäste entscheiden in der Regel spontan!
  • Wie erfahren Gäste von unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen?
  • eigene Medien (Homepage, Schaukasten, …) aktuell halten
  • Plakate, Handzettel, Karten dort platzieren, wo sich Gäste informieren und aufhalten (Tourist-Info, Schwimmbad, Geschäfte, Campingplätze, Gaststätten …)
  • Gästemappe für Hotellerie?
  • wo möglich, persönliche Kontakte zu Gastgewerbe nutzen
  • Kirche(n) und Gottesdienstzeiten bei www.diomira.de eintragen




3. Gäste suchen offene Türen und wollen wahrgenommen werden!
  • Kann die Kirche regelmäßig geöffnet werden?
  • Wie erfahren Gäste von den Öffnungszeiten?
  • Gibt es Ansprechpersonen in der Kirche (Kirchensitter)?
  • schriftliche Kirchenführer, Kunstführer, Sehhilfen: um sich Kirche selbst zu erschließen
  • Können Kirchenführungen angeboten werden?
  • Zusammenarbeit mit Gästeführer_innen möglich? Welche Infos brauchen die?
  • Wie einladend sieht unsere Kirche aus? (aktueller(!) Schriftenstand, frischer Blumenschmuck, soll Musik laufen? Kann man Kerzen anzünden?
  • Schaukastengestaltung!
  • Gäste in Gottesdienst ggf. extra begrüßen
  • ggf. liturgische Texte in mehreren Sprachen vorhalten (Download kath. liturgischer Texte z.B. unter http://www.virc.at/texte/texte_d.htm)
  • auch wenn es zum 100.000sten Mal ist: zu selbstverständlichen Veranstaltungen wie z.B. „Kirchenkaffee nach dem Gottesdienst“ explizit einladen


  •  

4. Gäste freuen sich über Bekanntes und Neues in der Fremde!
  • Gesicht zeigen z.B. bei Gästebegrüßung des Ferienortes
  • als Kirche bei lokalen Festen mitmachen
  • sich in bestehende Aktionen einklinken (z.B. Tag des Denkmals)
  • bewusste Gestaltung der Gottesdienste (Will ich Gäste in das einbinden, was bei uns üblich und vielleicht besonders ist? Will ich ihnen ein heimisches Gefühl durch besonders viel Traditionelles vermitteln? Was bedeutet die Entscheidung für die heimische Gemeinde? …)




5. mögliche extra (nicht nur) für Gäste angebotene Veranstaltungen:
  • Kirchenführungen, Friedhofsführungen, Besichtigung des Kirchturms
  • Ausstellungen
  • Konzerte
  • besonders gestaltete Gottesdienste oder Familiengottesdienste
  • Kinder-Bibelwochen/RKW
  • meditative Wanderungen, Nachtwanderungen, Pilgerwege
  • kreative Angebote zum Jahreskreis (Osterkerze gestalten, Sterne falten, ein Kreuz aus/mit Strandgut/Naturmaterial gestalten, …)




Mit Spaß an die Ideen gehen!
Eigene Begabungen, Interessen, Hobbys ins Spiel bringen!

Alles steht und fällt mit genügend Leuten, die es mittragen!
Sich nicht überfordern!
An eigene Urlaubserfahrungen mit Kirche anknüpfen!
Ökumenisch arbeiten!

Mit dem punkten, was vorhanden ist: mit Gebäuden und Menschen!

(Andrea Rehn-Laryea, Katholische Urlauberseelsorge in der Lüneburger Heide)

Montag, 13. Juli 2015

Was Kirchen erzählen

(Dieser Text ist die ungekürzte Fassung für die Radioandacht "Himmel und Erde" am 13. Juli 2015 um 09.20h auf NDR 1, Radio Niedersachsen.)

In der Lüneburger Heide haben wir viele schöne Kirchen. Uralte kleine Feldsteinkirchen, wie St. Magdalenen in Undeloh und große alte Backsteinkirchen, wie die Stadtkirche in Celle. Aber auch neuere Kirchen lohnen einen Besuch. Die meisten wurden errichtet für die Katholikinnen und Katholiken, die nach Flucht und Vertreibung in der Lüneburger Heide eine neue Heimat gefunden hatten.

Die katholische Kirche St. Marien in Egestorf ist eine dieser Kirchen. Sie besitzt keine berühmten Kunstgegenstände. Auch kein Gold und Glitzer. St. Marien ist eher unscheinbar. Aber sie hat viele bunte Glasfenster mit Darstellungen aus dem Leben der Mutter Jesu. Besonders eindrucksvoll finde ich das große Fenster vorne links neben dem Altar. Wenn die Sonne hindurch scheint, leuchtet der Raum in bunten Farben.

Zwei Menschen sind auf diesem Fenster zu sehen, fast lebensgroß. Ein Mann und eine Frau. Die Frau trägt ein blaues Kleid. Sie sieht sorgenvoll aus und schmiegt sich eng an den Mann, der einen großen Stock in der linken Hand hält. Beide sind unterwegs. Hinter ihnen sind kleine Häuser angedeutet.

Die Szene erinnert an Maria und Josef auf ihrem Weg nach Betlehem, wo Jesus geboren wurde. Sie haben keine Bleibe für die Nacht. Sie sind fremd und auf die Hilfe der einheimischen Bewohner angewiesen.

Das Fenster zeigt aber nicht nur eine Geschichte aus der Bibel. Eine Frau aus der Gemeinde hat mir die Augen für die Geschichte dahinter geöffnet. Die Menschen, die nach dem Krieg nach Egestorf kamen, sehen in dem großen, bunten Fenster auch ihre eigene Geschichte. Auch sie mussten ihr Zuhause verlassen. Wie Maria und Josef. Auch sie brauchten die Hilfe und Gastfreundschaft der Menschen, die hier in der Heide lebten. Die Geschichte von Maria und Josef ist auch die Geschichte der Menschen in der katholischen Gemeinde St. Marien in Egestorf.

So hat jede alte oder neue Kirche viel zu erzählten. Geschichten aus der Bibel und Geschichten der Menschen, die dort leben und beten. Im Urlaub gehe ich deshalb gerne in die Kirchen und entdecke dort Neues. Manches Bild und manche Figur erkenne ich sofort. Für anderes brauche ich jemanden, der es mir erklärt.

Fassen Sie im Urlaub doch auch mal auf die Klinke einer Kirchentür! Vielleicht ist sie ja offen. Ob sie alt ist oder neu, Ihnen auf Anhieb gefällt oder nicht: Jede Kirche erzählt Geschichte und Geschichten. Nicht nur die Sankt Marien Kirche in Egestorf, die in ihrem Fenster mehr zeigt als Maria und Josef.

Mittwoch, 22. Mai 2013

Reale Kirchen virtuell erschließen

Kirchen kann man auf eigene Faust, mit einem schriftlichen Führer oder mit Hilfe von entsprechend geschulten Personen entdecken. Eine Kollegin machte mich jetzt auf ein weiteres, ganz neues Projekt aufmerksam: Das Smartphone beim Betreten einer Kirche nicht ausschalten, sondern gezielt einsetzen, um über einen eingescannten QR-Code Neues über das Gebäude kennen zu lernen.

Noch sind erst wenige Kirchen so zu entdecken. Denn zunächst einmal müssen Kirchen mit einem solchen Code und entsprechendem dahinter stehenden Inhalt versehen werden. Wie das geht, was dabei zu beachten ist und welche Kirchen und Kapellen sich bereits so entdecken lassen, steht auf der zu dieser Aktion gehörenden Internetseite "Kirche am Weg".

Aus unserem Bistum Hildesheim scheint sich zur Zeit das St. Jakobushaus in Goslar mit seiner St. Norbert-Kapelle als erster Ort auf diese neue Form des "religösen Entdeckt-werdens" vorzubereiten. Ich bin gespannt, welche Kirchen folgen werden!

Unterwegskalender - Vorwort

Wie im Advent an jedem Tag ein Text-Türchen.

Für Urlaubs- und Lebensreisen,

unterwegs und zu Hause,

auf fremden und vertrauten Wegen,

draußen und drinnen.

Jeden Tag im Juli und August

ein kleiner Gedanke zum Mitnehmen

in der virtuellen Hosentasche

auf den Urlaubs- oder Alltagsweg.