Mein Gott, mein Gott, ich rufe zu dir:
wo bist du nur? Ach, zeig dich doch!
Warum hast du die Menschen in Aleppo verlassen,
bist fern ihrem Schreien und ihrer Klage?
Mein Gott, ich rufe bei Tag,
doch du gibst keine Antwort, keine Idee, was ich tun kann;
ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe
aus Sorge um die Menschen im Bomben- und Kugelhagel.
Dich zu loben fällt mir schwer,
auch wenn unsere Mütter und Väter dir immer vertrauten,
weil sie Rettung erfuhren und wussten: das warst du.
Sie hatten Glück und überlebten.
Aber was ist mit den Leidenden Syriens?
Von der eigenen Regierung verspottet, verachtet, ermordet.
Es sind doch auch deine Kinder!
Willst du nicht auch ihr Leben?
Wo ist deine schützende Hand?
Die Not ist groß und niemand hilft
und jetzt bist du auch noch fern.
Bomber beschießen sie von oben,
rundherum sind Waffen auf sie gerichtet.
Wie wilde Tiere stürzen sich Soldaten auf Unschuldige.
Ein ganzes Volk verschwindet wie Wasser im Sand,
verlischt wie eine Kerze im Sturm.
Ihre Kehlen schmerzen, trocken wie Scherben,
weil es nirgendwo mehr frisches Wasser gibt.
Den Kindern und Alten klebt die Zunge am Gaumen.
Überall grauer Staub des Todes.
Belagert werden die Unschuldigen,
wie die Geier warten Schützen auf todbringende Flucht.
Nur noch Haut und Knochen die vielen in Syrien
und die Welt schaut einfach nur zu.
Sie verhandeln und beraten,
machen Geld noch mit all dem Leid.
Zeig dich Gott, zeig uns, was wir tun können!
Gib uns Ideen und Kraft zu handeln!
Entreiße Syriens Menschen dem Tod!
Rette sie vor den todbringenden Waffen.
Gerne würde ich von dir singen und dich preisen,
wir feiern doch bald Weihnachten, das Fest der Liebe!
Würde gern davon künden, wie du rettest, befreist.
Wie soll das jetzt gehen bei all dem Leid?
Ich weiß, du bist hier, auch wenn ich dich nicht spüre.
Und du leidest und stirbst dort in der zerstörten Stadt.
Die Armen sollen essen und sich sättigen;
sie sollen wieder froh sein und ohne Angst.
Was für ein großes Geschenk wäre das!
Wenn die Herrschenden doch von dir lernten,
wie du leitest, begleitest, aufrichtest, schützt.
Zeig dich doch! Sei hier und dort!
Gib Trost, Ideen, Kraft und Mut.
Damit endlich Frieden wird
auf Erden.
Copyright: Andrea Rehn-Laryea
.
Posts mit dem Label Gebet werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gebet werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 14. Dezember 2016
Montag, 20. Juli 2015
Gottesdienst und Meditation
Zu einem neuen Gottesdienstformat für die Kreuzkirche lädt Pastor Bernd Skowron nicht nur Menschen vom Bockelsberg ein, sondern aus Stadt und Landkreis [Lüneburg, Anm.d.Red.]. Am kommenden Sonntag um 10 Uhr in der Röntgenstr. 34 „wird nicht ein bisschen meditativ Gottesdienst gefeiert,“ erklärt Bernd Skowron, „es soll viele Momente der Stille geben, in denen jeder bei sich selbst und vor Gott ankommt, der sich darauf einlassen möchte.“ Statt einer Predigt wird er Texte von Theologen wie Sören Kierkegaard, Franz von Sales oder Lothar Zenetti kommentieren und danach den Raum für Stille öffnen. Die Konzertpianistin Maria A. Hörner musiziert am Steinway-Flügel.Kollege Bernd Skowron, Pastor und Meditationsbeauftragter aus Lüneburg, bat in einer Mail um Weitergabe dieser Information. Das mache ich sehr gerne!
Donnerstag, 7. Mai 2015
Freitag, 24. April 2015
Gebet für die Menschen auf der #Flucht übers Mittelmeer
Gott,
wieder stehen wir vor einer großen Flüchtlingstragödie.
Ratlos, hilflos, sprachlos, wütend.
Vor dich bringen wir unsere leeren Hände,
unsere widersprüchlichen Gefühle
und unsortierten Gedanken.
Du allein weißt, wie viele Tausend Menschen im Mittelmeer ertrunken sind,
weil ihre Boote alt, die Hilfe zu spät und letztlich auch,
weil ihnen ein sicherer Weg nach Europa verwehrt bleibt.
Wir denken an diese Toten und beten für sie.
Wir denken an die Frauen, Männer und Kinder,
die keinen sehnlicheren Wunsch hatten,
als ein Leben in Frieden und Sicherheit zu führen –
und die diesen Wunsch mit dem Leben bezahlt haben.
Wir denken an die Frauen, Männer und Kinder,
die ihre Heimat verlassen haben –
und auf dem gefährlichen Weg in eine bessere Zukunft
zu Tode kamen.
Wir denken an die Frauen und Männer,
an die Kinder und die Alten,
die niemand gerettet hat,
obwohl die Verantwortlichen wissen mussten,
dass Menschen in den Tod fahren.
Wir denken an die Angehörigen und Freunden der Ertrunkenen,
die diesen Verlust verarbeiten müssen,
und die keinen anderen Ort haben für ihre Trauer,
als die Weite des Meeres.
Wir denken auch an uns,
die wir uns oft so ohnmächtig fühlen –
und doch eine große Macht haben könnten,
wenn wir zusammenstehen und sagen: So nicht!
Gott, gib uns geschärfte Gewissen und den Mut,
auch für unsere fernsten Schwestern und Brüder einzustehen.
Verändere unsere Herzen und die unserer Politiker,
damit wir bessere Wege des Zusammenlebens in der Einen Welt finden.
Gib allen auf der Flucht Gestorbenen ihren Frieden,
den sie weder in ihren Herkunftsländern noch bei uns finden konnten.
Sei du Begleiter, Schutz und Trost aller Flüchtlinge
und lass sie Sicherheit und ein Zuhause finden.
Amen.
***********************
Zusammengestellt aus einem Gebet auf katholisch.de und einer Meditation auf der Celler Mahnwache sowie eigenen Gedanken.
wieder stehen wir vor einer großen Flüchtlingstragödie.
Ratlos, hilflos, sprachlos, wütend.
Vor dich bringen wir unsere leeren Hände,
unsere widersprüchlichen Gefühle
und unsortierten Gedanken.
Du allein weißt, wie viele Tausend Menschen im Mittelmeer ertrunken sind,
weil ihre Boote alt, die Hilfe zu spät und letztlich auch,
weil ihnen ein sicherer Weg nach Europa verwehrt bleibt.
Wir denken an diese Toten und beten für sie.
Wir denken an die Frauen, Männer und Kinder,
die keinen sehnlicheren Wunsch hatten,
als ein Leben in Frieden und Sicherheit zu führen –
und die diesen Wunsch mit dem Leben bezahlt haben.
Wir denken an die Frauen, Männer und Kinder,
die ihre Heimat verlassen haben –
und auf dem gefährlichen Weg in eine bessere Zukunft
zu Tode kamen.
Wir denken an die Frauen und Männer,
an die Kinder und die Alten,
die niemand gerettet hat,
obwohl die Verantwortlichen wissen mussten,
dass Menschen in den Tod fahren.
Wir denken an die Angehörigen und Freunden der Ertrunkenen,
die diesen Verlust verarbeiten müssen,
und die keinen anderen Ort haben für ihre Trauer,
als die Weite des Meeres.
Wir denken auch an uns,
die wir uns oft so ohnmächtig fühlen –
und doch eine große Macht haben könnten,
wenn wir zusammenstehen und sagen: So nicht!
Gott, gib uns geschärfte Gewissen und den Mut,
auch für unsere fernsten Schwestern und Brüder einzustehen.
Verändere unsere Herzen und die unserer Politiker,
damit wir bessere Wege des Zusammenlebens in der Einen Welt finden.
Gib allen auf der Flucht Gestorbenen ihren Frieden,
den sie weder in ihren Herkunftsländern noch bei uns finden konnten.
Sei du Begleiter, Schutz und Trost aller Flüchtlinge
und lass sie Sicherheit und ein Zuhause finden.
Amen.
***********************
Zusammengestellt aus einem Gebet auf katholisch.de und einer Meditation auf der Celler Mahnwache sowie eigenen Gedanken.
Mittwoch, 7. Januar 2015
#PrayersForParis
Vor ungläubigem Entsetzen
finde ich kaum Worte
die fassen könnten
meine Gedanken und Empfindungen
zu Terror, Gewalt und Tod in Paris.
Lass mein und unser Entsetzen
nicht umschlagen
in unüberlegtes Reden und Handeln, Gott.
Sieh auf uns und unseren entsetzten Blick.
Höre unsere Sprachlosigkeit.
Tröste unsere Trauer
und vor allem die der Angehörigen.
Lass Wut und Trauer
nicht zu Hass erstarren.
Sondern stärke uns,
dass wir uns nicht zu Aggression hinreißen
oder furchtsam einschüchtern lassen.
Glätte behutsam die Wogen dessen,
was uns innerlich so aufwühlt.
Schenke uns Weisheit und Gelassenheit,
Andersdenkende und Andersglaubende
nicht vorschnell zu verurteilen.
Wenn Entsetzen und Sprachlosigkeit
langsam von uns weichen,
gib Kraft uns einzusetzen,
wo wir etwas tun können
für Menschlichkeit
und deinen wahren Frieden.
finde ich kaum Worte
die fassen könnten
meine Gedanken und Empfindungen
zu Terror, Gewalt und Tod in Paris.
Lass mein und unser Entsetzen
nicht umschlagen
in unüberlegtes Reden und Handeln, Gott.
Sieh auf uns und unseren entsetzten Blick.
Höre unsere Sprachlosigkeit.
Tröste unsere Trauer
und vor allem die der Angehörigen.
Lass Wut und Trauer
nicht zu Hass erstarren.
Sondern stärke uns,
dass wir uns nicht zu Aggression hinreißen
oder furchtsam einschüchtern lassen.
Glätte behutsam die Wogen dessen,
was uns innerlich so aufwühlt.
Schenke uns Weisheit und Gelassenheit,
Andersdenkende und Andersglaubende
nicht vorschnell zu verurteilen.
Wenn Entsetzen und Sprachlosigkeit
langsam von uns weichen,
gib Kraft uns einzusetzen,
wo wir etwas tun können
für Menschlichkeit
und deinen wahren Frieden.
Abonnieren
Posts (Atom)
Unterwegskalender - Vorwort
Wie im Advent an jedem Tag ein Text-Türchen.
Für Urlaubs- und Lebensreisen,
unterwegs und zu Hause,
auf fremden und vertrauten Wegen,
draußen und drinnen.
Jeden Tag im Juli und August
ein kleiner Gedanke zum Mitnehmen
in der virtuellen Hosentasche
auf den Urlaubs- oder Alltagsweg.
